| Bundesweite Pressemappe, 24.05.2006 Theatersport WM im Kunst- und Kulturprogramm der Bundesregierung zur FIFA WM 2006™ 26.6. - 8.7.2006 |
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| Mercredi, 24 Mai 2006 11:01 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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There are no translations available. Bundesweite Pressemappe, 24.05.2006 Theatersport WM im Kunst- und Kulturprogramm der Bundesregierung zur FIFA WM 2006™ 26.6. - 8.7.2006
Im Rahmen des Kunst- und Kulturprogramms zur FIFA WM 2006™ werden vom 26. Juni bis zum 8. Juli 2006 16 Teams aus aller Welt erstmals einen Weltmeister im Theatersport, dieser spannendsten Form des Improvisationstheaters, ermitteln. Ein deutschlandweites Theaterspektakel, das wie kein anderes von der Interaktion zwischen Publikum und Darstellern lebt. Das vom 26.06.-08.07.06 dauernde und 55 Matches umfassende Turnier findet in ganz Deutschland statt: in Berlin, Bremen, Dresden, Göttingen, Halle/Saale, Hamburg, Hannover, München sowie in den Regionen Nürnberg, Rhein-Neckar und Ruhrgebiet. Nach der Eröffnungsveranstaltung am 26. Juni im Volkstheater in München tragen vier 4er-Gruppen eine sechstägige Vorrunde mit Hin- und Rückspielen aus. Die Endspielteilnehmer werden im Viertelfinale (03.07.) und Halbfinale (06.07.) ermittelt. Im Finale am 7. Juli, live übertragen vom ZDFtheaterkanal und von 3sat erneut ausgestrahlt in der Nacht vom 8. auf den 9.7. um 1:15, geht es dann im Berliner Theater am Kurfürstendamm um den Titel des ersten Theatersport-Weltmeisters. Das Turnier klingt in der Hauptstadt aus mit einer Langen Nacht des Theatersports (08.07.). Die Besetzung des Teilnehmerfeldes erfolgte in einer Mischung aus Qualifikation und Einladung durch den Veranstalter Impro Deutschland. Neben Gastgeber Deutschland sind mit Belgien, Frankreich, Italien, Österreich, Russland, Slowenien und Schweden sieben weitere europäische Teams am Start. Die Festivalsprache ist englisch und deutsch, der nonverbalen Kommunikation zwischen den Künstlern aus aller Welt kommt jedoch entscheidende Bedeutung zu.
Infos erhalten Sie ab sofort telefonisch Mo-Fr 10-18 Uhr (während der Theatersport WM täglich) in unserem Zentralbüro unter 030 43720096
Vollständiger Spielplan und weitere Informationen: www.theatersport-wm.de Hier werden Sie selbstverständlich auch über die Resultate und aktuellen Tabellenstände informiert.
Pressefotos und weitere Pressematerialien unter: www.theatersport-wm.de/presse Theatersport? Theatersport: das theatrale Spiel der unbegrenzten Möglichkeiten und die geniale Idee, Theater und Sport miteinander zu verbinden. Zwei Teams improvisieren Szenen und Songs im Wettstreit. Sie gehen ohne vorgefertigten Text, ohne Absprache, ohne Regieanweisung auf die Bühne. Die Vorschläge für das Geschehen auf der Bühne kommen aus dem Publikum. So könnte ein Zuschauer z.B. ein Shakespeare-Drama zum Thema „verschossener Elfmeter im Endspiel“ fordern oder ein anderer eine Oper über die Karriere von Pelé vorschlagen. Das Publikum beeinflusst aber nicht nur maßgeblich den inhaltlichen Verlauf des Abends, sondern entscheidet per Abstimmung auch, welches Team ihm besser gefallen hat und kürt den Sieger des Abends. Ein Moderator führt durch das Programm, ein Musiker begleitet die Akteure und ein Schiedsrichter überwacht die Einhaltung der Regeln. Versuche, die Faszination von Theatersport vollends zu erklären, kommen nie ganz ans Ziel. Der Zauber erschließt sich erst beim Sehen, beim Mitverfolgen des Entstehungsprozesses, beim Mitfiebern mit den Akteuren; Theater auf eine archaische Form reduziert, in bester Tradition von Stegreif und commedia dell'arte, Schauspiel, vom Moment erschaffen und dadurch so kraftvoll, so ehrlich, so einmalig im wahrsten Sinne des Wortes. Praktische Informationen für die Presse: Presse-Download www.theatersport-wm.de/presse mit ausführlichem Pressematerial und Pressefotos, Fotoabdruck für nicht-kommerzielle Zwecke honorarfrei. Weitere Infos im Internet zur Theatersport WM unter www.theatersport-wm.de, über den Spielort Berlin unter www.theatersport-wm.de/berlin, über den Gastgeber in Berlin, Theatersport Berlin, unter www.theatersport-berlin.de, über die DFB Kulturstiftung unter www.dfb-kulturstiftung.de und zur FIFA WM 2006™ unter www.FIFAworldcup.com. Interviewtermine z.B. mit Christoph Jungmann, Berlin (1. Vorsitzender von Impro Deutschland e.V., aktiver Theatersportler), mit Beate Fischer, Berlin (Theatersportlerin in der deutschen Theatersport-Nationalmannschaft), Roland Trescher, München (Trainer der deutschen Theatersport Nationalmannschaft) oder mit den teilnehmenden SchauspielerInnen aus aller Welt sind möglich. Interviewtermine vereinbaren Sie bitte mit unserem Büro. Foto- und Filmaufnahmen während der Vorstellungen sind nach vorheriger Absprache möglich. Nicht möglich sind Filmaufnahmen während des Finales im Theater am Kurfürstendamm, das vom ZDFtheaterkanal live übertragen wird – wir können jedoch gerne einen Kontakt zur zuständigen Redaktion herstellen, um Materialüberlassung abzusprechen. Spielergebnisse werden zeitnah auf www.theatersport-wm.de veröffentlicht.
Inhalt Pressemappe
Inhalt Pressemappe 3 Die DFB Kulturstiftung 4 Grußwort von André Heller 4 Programm 5 26.06.2006: Eröffnungsshow 5 27.06.2006 – 02.07.2006: Vorrunde 5 03. - 07.07.2006: Endrunde mit Finale 7 08.07.2006: Lange Nacht des Theatersports 8 Modus 9 Matchregeln 9 Die Assist Wertung 9 Die Vorrunde 9 Die Endrunde 9 Die Schiedsrichter 10 Spiele im Theatersport 11 Emotionsspiele 11 Erzählspiele 12 Switch / Wechselspiele 12 Gesungene Spiele 12 Mit wenig Sprache/ Körpertheater 13 Ratespiele 13 Genres / im Stil von… 13 Offene Spiele 13 Handicapspiele 14 Publikumsspiele 14 Künstler 15 Gruppe A 15 Japan (JAP) 16 Österreich (AUT) 16 Belgien (BEL) 16 Marokko (MOR) 16 Gruppe B 17 Slowenien (SLO) 17 USA 17 Frankreich (FRA) 18 Argentinien (ARG) 18 Gruppe C 18 Deutschland (GER) 19 Neuseeland (NZL) 20 Italien (ITA) 21 Kolumbien (COL) 21 Gruppe D 21 Russland (RUS) 22 Kanada (CAN) 22 Schweden (SWE) 22 Simbabwe (ZIM) 22 S.I.T. – SchülerImprovisationsTheater: Eine WM für uns 23 Christoph Jungmann: Möglichst viel Liebe in möglichst kurzer Zeit 24
Die DFB KulturstiftungEine friedvolle Begeisterung in lockerer Atmosphäre wünschen sich Zuschauer, Aktive und Verantwortliche für die 18. FIFA WM 2006™. Grußwort von André Heller
Liebe Besucherinnen und Besucher der Theatersport Weltmeisterschaft,
jedes der 48 Projekte des Kunst- und Kulturprogramms der Bundesregierung zur FIFA WM 2006™ hat seinen ganz eigenen Reiz. Die Besonderheit der Theatersport Weltmeisterschaft liegt in ihrer Interaktivität, die Sie, liebes Publikum, befähigt, das Geschehen auf der Bühne zu beeinflussen und zu gestalten. Sie werden aufgefordert, unmittelbar vor Beginn einer jeden Szene Vorschläge zu machen, die den Akteuren aus aller Welt als Grundlage ihrer Improvisationen dienen. Alles, was Sie in diesem Theater-Turnier sehen werden, entsteht aus Ihrem Impuls. So entsteht im wahrsten Sinne des Wortes einmaliges Theater, ohne Netz und doppelten Boden.
Ich wünsche uns allen ein phantasievolles Turnier, an dessen Ende der erste Weltmeister im Theatersport stehen wird, das aber mit Sicherheit viele Sieger sehen wird: die Zuschauer.
Ihr André Heller
Programm26.06.2006: Eröffnungsshow19 Austragungsorte in 11 Städten und Regionen - 16 Nationen - 55 Matches: das ist die erste Weltmeisterschaft im Theatersport. Am 26. Juni 2006 wird dieses riesige Ereignis im Münchner Volkstheater offiziell eingeläutet.
Karten erhalten Sie für die Eröffnungsveranstaltung (26.6.06) im Volkstheater in München unter 089 5234655 oder www.muenchner-volkstheater.de
27.06.2006 – 02.07.2006: Vorrunde16 internationale Teams treten in den Vorrunden-Wettkämpfen gegeneinander an. Ein Moderator führt durch das Programm, ein Musiker begleitet die Akteure und ein Schiedsrichter überwacht die Einhaltung der Regeln. Hier wird entschieden, welche Mannschaften es ins Viertelfinale schaffen. Gruppe A: Japan, Österreich, Belgien, Marokko Gruppe B: Slowenien, USA, Frankreich, Argentinien Gruppe C: Deutschland, Neuseeland, Italien, Kolumbien Gruppe D: Russland, Kanada, Schweden, Simbabwe Austragungsorte: Berlin, Bochum, Bremen, Dortmund, Dresden, Erlangen, Gelsenkirchen, Göttingen, Halle/S., Hamburg, Hannover, Heidelberg, Kaiserslautern, Ludwigshafen, Mannheim, München, Münster, Nürnberg, Stuttgart
Karten erhalten Sie für die Vorrunde (27.6.-2.7.06) sowie für das Viertel- und Halbfinale (3.7./6.7.06) beim jeweiligen lokalen Veranstalter, siehe www.theatersport-wm.de
03. - 07.07.2006: Endrunde mit FinaleDie Gruppenersten und -zweiten der Vorrunden gelangen in die Endrunde. Die Sieger des Viertelfinales bestreiten das Halbfinale, die Sieger des Halbfinales das Endspiel.
Wenn 54 Theatersport-Begegnungen stattgefunden haben, stehen sich an diesem Abend im Theater am Kurfürstendamm zwei der 16 Teams gegenüber, und es geht um nicht mehr und nicht weniger als um den Titel des 1. Weltmeisters im Theatersport.
Karten erhalten Sie für das Endspiel (7.7.06) im Theater am Kurfürstendamm unter 030 88591188 oder www.theater-am-kurfuerstendamm.de 08.07.2006: Lange Nacht des Theatersports48 SchauspielerInnen aus allen fünf Kontinenten präsentieren sich in einer abwechslungsreichen Abfolge von kurzen Spotlights, um danach auf eine gemeinsame Reise durch die opulente Welt des Improvisationstheaters zu gehen. Karten erhalten Sie für die Abschlussveranstaltung, die „Lange Nacht des Theatersports“ (8.7.06) im Berliner Shake!-Zelt am Ostbahnhof unter 030 473 20096 oder www.theatersport-berlin.de
ModusMatchregeln
Die Assist WertungIn jedem Match wird eine Sonderauszeichnung vergeben, die nicht in die Wertung einfließt, der Assist-Point. Ein Zuschauer oder eine Zuschauerin kürt die schönste Flanke des Abends. Die VorrundeIn den vier Vorrundengruppen mit jeweils vier Ländern spielt jeder gegen jeden in Hin- und Rückspielen. Jedes Team bestreitet also sechs Vorrundenspiele.
Für einen Sieg in einem Match gibt es drei Punkte, für ein Unentschieden einen.
Die ersten beiden einer jeden Gruppe erreichen das Viertelfinale. Weisen ein oder mehrere Länder einer Gruppe nach Abschluss der Vorrunde die gleiche Punktzahl auf, werden in der u.g. Reihenfolge die folgenden Bewertungskriterien zur Ermittlung der Platzierung herangezogen:
Anmerkung: Um die Punkte, die ein Team am Abend in den Matches erzielt hat, von denen zu unterscheiden, die es für einen Sieg resp. ein Unentschieden bekommt, werden die am Abend vergebenen Punkte adäquat zum Fußball als „Tore“ bezeichnet. Die EndrundeDie Sieger des Viertelfinales bestreiten das Halbfinale, die Sieger des Halbfinales das Endspiel. Endet eine Endrunden-Begegnung nach sechs bewerteten Runden unentschieden, wird von jedem Team eine weitere Szene gespielt. Diese Szene wird nicht mehr nach 5-3-1 Punkten gewertet, sondern das Team, das mehr Stimmen auf sich vereinigen kann, hat die Begegnung gewonnen. Die Schiedsrichter
Theatersport wird weltweit in den unterschiedlichsten Varianten gespielt. Für die erste Theatersport WM haben sich die Verantwortlichen auf einen kleinstmöglichen, international verständlichen Regelkatalog geeinigt. „NO RULES!“ dachten wir zuerst, aber es gibt so schöne Fouls, dass wir sie dem Publikum nicht vorenthalten wollten. Es handelt sich dabei um die, laut internationaler Foulstatistik, am häufigsten begangenen Fouls im Theatersport weltweit! Sie können sich also sicher sein, auch bei dieser Theatersport-Weltmeisterschaft hervorragend herausgespielte Fouls zu erleben.
Und hier sind sie, die TOP – NINE – FOULS:
Dreizehn Schiedsrichter, aus allen Regionen Deutschlands, werden die Matches der Theatersport WM leiten und für die Einhaltung der Regeln Sorge tragen. Freuen wir uns auf ereignisreiche Begegnungen!
Zur Theatersport WM gibt es eigens einen Schiedsrichter-Beauftragten, Knut Kalbertodt. Zur Ermittlung des Regelwerks gab es einen eigenen Workshop.
Spiele im TheatersportDer Ablauf eines Matchs gestaltet sich durch die Vorgaben, die das Publikum macht und die der Moderator abfragt. Hierbei sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt; es kann z.B.: nach: Berufen, Orten, Titeln, Gefühlen, Situationen, Assoziationen, etc. gefragt werden.
Diese Vorgaben werden dann entweder vergleichend ausgeführt, das heißt die Teams spielen getrennt und nacheinander oder es wird gemischt gespielt, das heißt die Teams müssen gemeinsam die Vorgaben erfüllen.
Dabei können zusätzlich weitere Vorgaben vom Moderator gegeben werden, um den Reiz und die Herausforderung an die Spieler zu erhöhen, bzw. eine große Variabilität in den dramaturgischen Ablauf des Abends zu bringen.
Kategorien können sein:
Sprach-, bzw. Sprechspiele
Gromolo-Übersetzer Spieler A spricht in einer erfundenen Sprache und Spieler B übersetzt auf Deutsch.
Synchronisation 2 Spieler sitzen am Bühnenrand und geben 2 Spielern, die auf der Bühne agieren, ihre Stimme. Diese müssen lippensynchron sprechen.
ABC Die Spieler müssen in ihren Dialogen alle Sätze in der Reihenfolge des ABC sprechen (der 1. Satz fängt mit „A-ber ich wollte doch…. Der 2. Satz dann mit „B-itte mach doch…“, usw. Emotionsspiele
Emotionsachterbahn Es werden zuerst Emotionen vom Publikum gesammelt. In der laufenden Szene werden diese Emotionen hereingerufen und müssen dann von den Spielern sofort umgesetzt und motiviert eingebaut werden.
Emo-quadrat Die Bühne wird in 4 Quadrate aufgeteilt. Jedes Quadrat bekommt eine Emotion zugeordnet. Wenn ein Spieler in diesem Quadrat steht, muss er in der jeweiligen Emotion spielen.
Anfangs- und Schlussemotion Die Spieler starten in einer vorgegebenen Emotion und müssen in einer anderen vorgegebenen enden. Erzählspiele
Typewriter Ein Autor schreibt einen Roman, den die Spieler umsetzen. Meistens wird ein Genre und/oder ein Titel vorgegeben.
Innerer Monolog Ein Erzähler erzählt seine Geschichte. Er steuert hiermit auch die Vorgaben für seine Mitspieler und bringt aber eigene Gefühle und Gedanken seiner Rolle mit ein.
Gemeinsame Geschichte (Spitfire) Alle Spieler erzählen zusammen eine Geschichte. Vor ihnen sitzt ein Spieler und zeigt jeweils, wer sprechen darf. Dabei werden zusätzlich Begriffe hereingerufen, die die Spieler sofort einbauen müssen. Switch / Wechselspiele
Neue Wahl In die laufende Szene ruft der Spielleiter ab und zu „Neue Wahl“. Dann muss ein neues Angebot gemacht werden, z.B.: ein anderer Satz für den gerade gesprochenen oder eine andere Handlung für die gerade ausgeführte.
Gromoloswitch Die Spieler starten eine Geschichte in deutsch. Immer wenn der Moderator „switch“ ruft wechseln sie in die Gromolosprache (oder wieder von dort zurück ins deutsche).
Teamwechsel Team A beginnt eine Geschichte mit klaren Charakteren. Wird „Switch“ gerufen übernimmt Team B und spielt die Geschichte weiter.(bis zum nächsten „Switch“, usw). Gesungene Spiele
„Das klingt nach einem Lied“ Eine Geschichte wird gespielt und wann immer „das klingt nach einem Lied“ gerufen wird, muss der gerade sprechende Spieler singen.
Musik-replay Nach einer sehr kurzen gespielten Vorgabe wird diese in 3 verschiedenen Musikstilen - wiederholt - gespielt.
Mit wenig Sprache/ Körpertheater
Pantomime Die Pantomime kann stumm oder aber in Musikbegleitung ausgeführt werden.
Stummfilm Der Stummfilm kann mit Musikbegleitung oder auch mit Untertiteln ausgestattet werden (Spieler sprechen einen kurzen Subtext als Untertitel).
Tanzkritiker Zwei Spieler stellen dem Publikum ihren Tanz vor (als Choreografen oder als Kritiker). Die anderen Spieler müssen nach diesen Vorgaben tanzen. Ratespiele
Reklamation Ein Spieler muss einen Gegenstand reklamieren. Er weiß nicht, welche Vorgabe das Publikum hierfür gemacht hat und muss dies aus den Hinweisen seines Partners (des Verkäufers) herausfinden.
Boris Ein Spieler muss ein Verbrechen gestehen, das er aber nicht kennt. Zwei Polizisten verhören ihn und geben kleine Hinweise.
Erfindung Spieler A muss eine Erfindung erraten, die er selber gemacht haben soll. Ein Moderator und ein Spieler, der Spieler A seine Arme zur Verfügung stellt und somit Gesten machen kann, geben Hinweise. Genres / im Stil von…
Genreachterbahn Die Spieler spielen eine Geschichte, die sich durch verschiedene, hereingerufene Genres ändert.
im Stil von…. Die Spieler spielen Geschichten im Stil von Theaterautoren (wie Shakespeare, Brecht, etc.) oder auch im Stil von Literarischen Autoren oder Filmregisseuren. Offene Spiele
Szene aus dem Nichts Ein Spieler stellt sich auf die Bühne und lässt sich durch eine Bewegung, ein Geräusch, etc. inspirieren.
Stühle Zwei Stühle werden als Assoziation in verschiedene Positionen gebracht. Das Publikum kann einen Raum hierzu assoziieren. Dort fängt die Geschichte an.
Titel Ein Titel wird abgefragt und die Geschichte hierzu gespielt. Handicapspiele
Wortbegrenzung Wenn die Spieler reden, bekommen sie vorher vom Spielleiter eine Zahl genannt, die die Anzahl der Worte ist, die sie in dem folgenden Satz benutzen dürfen.
Dead in a line Alle Spieler erzählen eine Geschichte. Der Spielleiter zeigt auf den, der sprechen muss. Bei Versprechern, Verzögerungen und falschen Anschlüssen scheidet der Spieler aus. Publikumsspiele
Puppets Zwei Zuschauer führen zwei Spieler und bringen sie in verschiedene Positionen. Die Spieler sprechen die Dialoge und müssen die Positionen begründen.
Pylon Zwei Zuschauer sitzen am Bühnenrand. Wann immer ein Spieler sie berührt, können sie irgend etwas sagen, das die Spieler dann einbauen müssen.
Klingel und Hupe Ein Zuschauer erhält eine Klingel und eine Hupe. Die Spieler spielen ein Ereignis aus dem Leben des Zuschauers nach. Wenn die Vorgaben der Spieler richtig sind, klingelt dieser; wenn sie falsch sind hupt er und die Spieler müssen etwas neues anbieten. KünstlerDie teilnehmenden Künstler treten in „Theatersport Nationalmannschaften“ auf. Je ein Kurator hat die stärksten Improvisationsschauspieler seines Heimatlandes zusammengestellt. Die Teams wurden in einer Mischung aus Qualifikation und künstlerischer Auswahl zur Theatersport WM eingeladen.
Welche Nationen in der Endrunde aufeinander treffen, wurde bei der Gruppen-Auslosung am 26.10.2005 im Fussball Globus FIFA WM 2006™ in Hannover in Beisein von Dr. Volker Bartsch (Geschäftsführer der DFB Kulturstiftung), Dr. h.c. Herbert Schmalstieg (Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover) und Jochen Hieber (Kulturbeauftragter des Fussball Globus FIFA WM 2006™) ermittelt. Gruppe A
A1 Japan (JAP) A2 Österreich (AUT) A3 Belgien (BEL) A4 Marokko (MOR)
Hinspiele
Rückspiele
Japan (JAP)Atsushi Imai / Yuri Kinugawa / Takuyuki Sato
Auf das japanische Team darf das deutsche Publikum besonders gespannt sein. Teamchefin Yuri Kinugawa, die bei der IMPRO 2005 in Berlin durch ihr filigranes Spiel begeisterte, gewann 1998 den Preis als „Beste Schauspielerin“ beim Internationalen Stockholmer Film Festival. Der nuancenreiche Spielstil des Teams ist verwurzelt in japanischen Theatertraditionen und die Publikumslieblinge auf Festivals weltweit sind tief in den Grundlagen der Improvisation verankert, mit einer ansteckenden Spielfreude … ImProfil: Aus der Tiefe des Raumes.
Österreich (AUT)James Libby / Charlotte Kauzner / Rupert Seehofer
Die Mitglieder des österreichischen Nationalteams kommen aus den drei erfahrensten Improvisationstheatern der Alpenrepublik: Jim Libby von den english lovers (Wien), Charlotte Kauzner vom ur-Theater (Wien) sowie Rupert Seehofer vom Theater im Bahnhof (Graz). Beim Qualifikationsspiel gegen die Schweiz, das die drei auf neutralem Münchener Boden mit 35:31 für sich entschieden, liefen sie zu improvisatorischer Höchstform auf. ImProfil: Eloquent und elegant, Servus Handke, küss die Hand.
Belgien (BEL)Jeron Dewulf / Oliver Schalbroeck / Yann Van den Branden
Drei Männer, die auf der Bühne immer, aber auch wirklich immer weiter wissen, sprachlos oder gar ideenlos sah man sie noch nie. An guten Tagen können sie ein Feuerwerk improvisatorischer Ideen abbrennen, an schlechten Tagen auch. Auf dem internationalen Festival in Berlin sind sie Stammgäste, das Festival „Improzac“ in ihrer Heimatstadt Antwerpen reiht sich ein in die stetig wachsende Zahl von internationalen Begegnungen, bei denen das Genre Improvisationstheater ständig weiterentwickelt wird. ImProfil: Dada und Dramen von feurigen Flamen.
Marokko (MOR)Kawtar Benhamou / Hicham Ibrahimi / Saloua Regragui
Noch ist Theatersport in Nordafrika ein weitgehend unbekanntes Genre, in Marokko hingegen gibt es bereits eine Improliga, die „Ligue marocaine d’improvisation theatrale”. Das Trio ist eine der großen Unbekannten der WM. Umso gespannter darf das Publikum auf den ganz eigenen marokkanischen Improstil sein. Und eine ziemlich neue Fußball-Weisheit besagt: Es gibt keine Kleinen mehr ... ImProfil: Hot Improv on the Maroccs. Gruppe BB1 Slowenien (SLO) B2 USA (USA) B3 Frankreich (FRA) B4 Argentinien (ARG)
Hinspiele
Rückspiele
Slowenien (SLO)Maja Dekleva / Tomasz Lapajne / Alenka Marinic
Die Mitglieder der slowenischen Nationalmannschaft sind in Deutschland keine Unbekannten: Alle drei gehören dem Teater Narobov aus Ljubljana an und überzeugten bereits auf zahlreichen internationalen Festivals durch ihren intelligenten Witz, ihr sehr persönliches Spiel und ihre große schauspielerische Bandbreite. Bescheiden wie sie sind, geben sie vor, kein deutsch zu sprechen, verstehen's aber natürlich doch. Am schönsten aber klingts, wenn sie auf slowenisch loslegen. ImProfil: In german soccer-Kreisen you would say: Geheimfavorit.
USARandy Dixon / Wendy Herlich / Dan O'Connor
Kein anderes Land, das an der Theatersport WM teilnimmt, bietet eine solch reiche Auswahl an herausragenden Impro-Spielerinnen und -Spielern. Teamchef Randy Dixon, Pionier des Improtheaters und Erfinder zahlreicher neuer Impro-Formen, von den unexpected productions aus Seattle, entschied sich nach vielen schlaflosen Nächten schließlich für Wendy Herlich aus New York und Dan O'Connor aus Los Angeles. ImProfil: A kind of dreamteam. Frankreich (FRA)Bruno Dreyfürst / Matthieu Loos / Marko Mayerl
Ja, so ist das mit den Klischees: Franzosen sind charmant und Künstler sind eben Künstler. Aber Klischees stimmen eben auch mal. So schreiben die drei Herren aus Strasbourg und Lyon über sich selbst nicht nur: “We are always late because of our bad organisation”, sondern auch: “We think we speak english good enough to be understood, if not, we'll move our bodies”. Und dann schmilzt das deutsche Publikum wohl endgültig dahin. Marko hat beim Berliner Improfestival jedenfalls gleich in zwei Jahren unter Beweis gestellt, dass Impro à la francaise von ganz besonderer Güte ist. ImProfil: Cherchez les drames.
Argentinien (ARG)Ricardo Behrens / Fernando Ortalli / José Ignacio Bustillo
Auch in Südamerika boomt der Theatersport. So wurde vor wenigen Jahren die «Liga professional de improvisacion» als Dachorganisation der argentinischen Impro-Profis gegründet. Ihr unermüdlicher Leiter und gleichzeitiger Teamchef der Nationalmannschaft, Ricardo Behrens, säte den Impro-Virus in vielen weiteren Ländern Südamerikas. Internationale Erfahrungen sammelte das Team bei Festivals in Amsterdam, Los Angeles und San Francisco. ImProfil: Die Impro-Maradonnen mit Herz und Hand Gruppe CC1 Deutschland (GER) C2 Neuseeland (NZL) C3 Italien (ITA) C4 Kolumbien (COL)
Hinspiele
Rückspiele
Deutschland (GER)Die elf deutschen Theatersport-Gruppen, die die WM vor Ort durchführen, haben je einen Spieler bzw. eine Spielerin fürs Nationalteam benannt. Die Aufstellung bzw. das Training des jeweiligen Dreierteams obliegt Theatersport-Nationaltrainer Roland Trescher (isar 148, München). ImProfil: Heimvorteil ist immer geil.
And here they are:
Katja Blüher (Kaltstart, Halle / S.) Die vielseitige Theaterpädagogin macht alles: vom Kinderzirkus bis zur Organisation von Festivals, von freiem Tanz und Kontaktimprovisation bis hin zu Theater mit echtem, geschriebenem Text. Um ihre Kenntnisse zu erweitern, nimmt sie einiges in Kauf, z.B. ein Jahr Fortbildung in Body Mind Performance, ein Jahr Zwickau oder eine Woche in Südfrankreich hinter Stacheldraht wohnen.
Thorsten „Todde“ Brand (Steife Brise, Hamburg) Gelernter Eiskonditor. „Der süße Blonde mit dem eiskalten Lächeln“, so würden ihn seine Feinde nennen. Aber er hat keine: bei 187 cm Gardemaß kein Wunder. Beim Fußball stand er 15 Jahre lang im Tor, im Theatersport spielt er offensives Mittelfeld, aber nicht -maß. Sein Traum: Weltmeister im eigenen Land.
Beate Fischer (Theatersport Berlin) Studierte an einer Hoch- und einer Meisterschule Schauspiel und Regie, darf deshalb auch am Europäischen Theater Institut unterrichten. Athletin (leicht) und Sängerin (Sopran). Viele Film- und Theaterrollen, auch bekannt aus der Möbel- und Pharmawerbung.
Tom Hantschel (Landesbühnen Sachsen, Dresden / Radebeul) Die hohe Schule des Ringens, Reitens, Fechtens, der Akrobatik, des Gesellschafts- und Stepptanzes, LKW-Fahrens: Das lernt man nicht auf einer normalen Schauspielschule, da muss es schon eine Hochschule für Theater sein. War schon in etlichen TV- und Kinofilmen zu sehen. Spricht englisch, russisch, sächsisch und deutsch.
Alexis Kara (Göttinger Comedy Company) Der sympathische Deutsch-Grieche ist zwar nicht groß, aber wahrhaft olympisch: Neben Theatersport betreibt er noch zwölf weitere Sportarten, darunter Iaido und Kyudo. Er kann zwar kein griechisch, dafür aber österreichisch, sächsisch, Stepptanz und Klavier. Seine Vielseitigkeit stellt er u.a. als Jurist, Comedy-Autor und in Theaterrollen von Faust bis Vogelscheuche unter Beweis.
Karin Krug (fastfood theater, München) Geboren an der Laaber, waren ihr Sprechtechnik und Zungenfertigkeit quasi in die Wiege gelegt. Danach lernte sie erst spielen und singen und wurde sogar Vollakademikerin. Zum Improspielen fuhr sie bis Polen, Brasilien und Neuseeland. Außerdem war sie ein halbes Jahr in Indien, wahrscheinlich um sich selbst zu findien. Voila, da ist sie.
Jürgen List (Drama Light, Mannheim) Theater auf englisch spielte er schon, bevor er wusste, was Improtheater überhaupt ist. Hat Theologie, Mathematik und Geschichte studiert. Aus Mitleid mit arbeitslosen Junglehrern zeugte er zunächst zwei Kinder. Als das nicht genug half, überließ er seine Lehrerstelle freiwillig einem anderen und muss sich jetzt als Schauspieler durchschlagen.
Verena Lohner (Bohème & Bohei, Hannover) Verena wurde jung in Nürnberg geboren und fährt daher sehr gerne und oft Eisenbahn. Als Kind turnte sie im Verein und war von recht kleinem Wuchs; daran änderte sich nicht mehr viel. Dafür wächst sie auf anderen Gebieten stets über sich hinaus und turnt im Namen der Improvisation und bildenden Kunst auf Bühnen von Japan bis USA herum. Ihre Spezialität: Rolle! Vorwärts, Hecht, Charakter, Maki und Tusche auf Papier.
Gunter Lösel (Inflagranti, Bremen) Nach 17 Jahren Schwarzwald wurde er für ein Jahr in die amerikanische Wüste geschickt. Danach lernte er Schlappseillaufen und Feuerzauberei und musste dann Psychologie studieren. Erst mit 30 fand er wieder Halt durch die Lehren des Gurus Keith Johnstone und lernte schreiben (Stücke und Bücher).
Kerstin Radl (6aufKraut, Nürnberg) Geliebt und gefürchtet für ihre überkreativen Sprachschöpfungen. Sie war bereits an mehreren Stadt- und Staatstheatern tätig und hat vielleicht gerade deswegen die Liebe zum Theatersport nie verloren. Sie tourt mit dem Krimi-Dinner "Murder-Mystery" und hat so bei Miss Sophies Geburtstagsfeier tapfer über hundert Mullygatawny-Suppen ausgelöffelt.
Susanne Tiggemann (Emscherblut, Dortmund) Ausgebildete Figurenspielerin mit Schwerpunkt Körper. Ja, das gibt es wirklich: Pantomime, Butohtanz, Commedia dell'arte … Fand schon 1989 zum Improtheater. Leidenschaftliche Geschichtenerzählerin sowie Humortrainerin. Findet an Impro „besonders reizvoll, dass man von Genialität, Absurdität und Chaos überrascht werden kann.“
Neuseeland (NZL)Penny Ashton / Lori Dungey / Greg Ellis
Theatersport hat in Neuseeland eine lange Tradition und Lori Dungey ist eine Pionierin. Sie ist künstlerische Leiterin der international renommierten Auckland Theatresports und kam als Mrs. Bracegirdle im „Herr der Ringe“ zu internationalen Filmehren. Lori weilte zur „Lord of the Rings Convention“ 2005 in Deutschland und kennt seitdem vor allem unser schönes Fulda. ImProfil: Drei Gefährten auf dem Weg zum Titel?
Italien (ITA)Paolo Busi / Linda Corsini / Renato Preziuso
Man wird oft gefragt, wie's denn bei internationalen Theatersport-Begegnungen mit der Verständigung untereinander ist und ob man's denn auch versteht. Wer die Italiener mal gesehen hat, weiß die Antwort: ja! Ein klein bisschen englisch, etwas italienisch und eine Menge dazwischen: Kauderwelsch, Hände, Füße … Der italienische Theatersport kann auf die improvisatorischen Traditionen von Stegreiftheater und comedia dell'arte zurückgreifen und tut dies auch! ImProfil: Angstgegner der deutschen Mannschaft
Kolumbien (COL)Maria Herrera / Juan Felipe Ortiz / Carlos Alberto Urrea
1996 begannen in Kolumbien einige temperamentvolle, junge Studenten, mit Improvisationstheater zu experimentieren. In Madrid, Amsterdam, Barcelona, Lyon, Leuven und Oslo sammelten die drei internationale Theatersport-Erfahrung, jetzt vertreten sie ihr Land bei der WM. Man darf auf die leidenschaftlichen Theatermacher aus Bogota gespannt sein ... ImProfil: Dribbelstarke Dreierkette
Gruppe DD1 Russland (RUS) D2 Kanada (CAN) D3 Schweden (SWE) D4 Simbabwe (ZIM)
Hinspiele
Rückspiele
Russland (RUS)Eugen Gerein / Sergey Sobolev / Galina Zdhanova
Eugen Gerein, geboren in Kasachstan und aufgewachsen in Deutschland, entfachte vor ein paar Jahren in Sankt Petersburg die Begeisterung für die „westliche“ Form des Improvisationstheaters. Theatersport ist also in Russland noch ein ganz junges Genre, und gerade diese Suche nach dem eigenen Stil macht das russische Team so interessant … ImProfil: Stanislawskis spielstarke Erben.
Kanada (CAN)Jacob Banigan / Derek Flores / Steven Sim
Das Mutterland des Theatersports schickt drei Männer: Jacob Banigan, langjähriger Leiter des legendären Rapid Fire Theatre (Edmonton) und heute Mitglied des Theater im Bahnhof, Graz, sowie Derek Flores, der u.a. auch dem Ensemble des Loose Moose Theatre in Calgary angehörte, dem Stammhaus des Theatersport-Erfinders Keith Johnstone. Der Dritte im Bunde ist niemand anderes als Stevie Sim, einer der in der deutschen Theatersport-Szene heiß geliebten Crumbs aus Winnipeg. ImProfil: Einer muss ja Favorit sein.
Schweden (SWE)Janne Berg-Helena Zetterman / Per Godfredsson / Helena Lindegren
Wohl kaum ein anderes an der WM teilnehmendes Team verfügt über so reichhaltige Impro-Erfahrung wie das Trio aus Schweden. Aufgrund ihrer gesanglichen Fähigkeiten und ihrer schauspielerischen Qualitäten wurden alle drei aus Stockholm kommenden Teammitglieder schon auf zahlreiche internationale Festivals für Improtheater eingeladen. Im Zentrum der schwedischen Improvisationen steht immer - die Story … ImProfil: In der Ruhe liegt die Kraft.
Simbabwe (ZIM)Kevin Hanssen / Craig Peter / Gavin Peter
Alle drei Mitglieder des Nationalteams aus Simbabwe gehören dem Theater „Over the Edge“ an, einem Ensemble aus der Hauptstadt Harare, das nicht nur Improvisationstheater spielt, sondern sich auch intensiv mit dem Werk von Shakespeare beschäftigt und u.a. bereits zum Shakespeare-Festival nach Neuss eingeladen wurde. Simbabwe vermischt die afrikanische Tradition des Geschichtenerzählens mit der aktuellen Reflexion der gesellschaftspolitischen Problematiken des Landes. ImProfil: African roots meets british kind of humor. S.I.T. – SchülerImprovisationsTheater: Eine WM für uns
Die Begeisterung für „Theatersport“ macht auch vor den Schultoren nicht halt: Immer mehr Jugendliche wollen ihre Spontaneität mit Hilfe der Methoden des Improvisationstheaters ausprobieren.
Aus Anlass der Theatersport WM wurde das Projekt für Schüler „Eine WM für uns“ initiiert. Im Frühjahr 2005 wurden acht Partnerschaften zwischen professionellen Improvisationstheatern und Schülertheatergruppen in acht bundesdeutschen Städten gegründet. Sie bilden den Ausgangspunkt zur Gründung und Vernetzung von Schüler-Theatersportteams in Deutschland: die Geburtsstunde von S.I.T. – SchülerImprovisationsTheater.
Die inhaltliche Zielsetzung des Projekts richtet sich am interaktiven, sozialen und kommunikativen Aspekt von Theatersport aus. In gemeinsamen Workshops und Shows werden die Schüler ihre darstellerischen, rhetorischen und kreativen Fähigkeiten erweitern und die Idee des freundschaftlichen Wettbewerbs, für die Theatersport steht, kennen lernen. Sie können ihre Themen und Ideen gemeinsam spontan darstellen, ihre Basis ist das „Regelwerk“ des Improvisationstheaters und die Freude an der „Kunst in Gegenseitigkeit“.
Bereits im 1. Quartal 2006 trafen erstmalig jeweils zwei Schülerteams aus zwei Städten in einem Theatersport-Match aufeinander. Parallel zu „Eine WM für uns“ findet das Schüler-Theatersport-Treffen in Rhein-Neckar (Mannheim, Ludwigshafen) über Pfingsten vom 02.06. – 05.06.06 statt. 5-4-3-2-1-Los heißt es dann für alle acht Theatersportteams nicht nur bei den Auftritten, sondern auch in den Workshops, wo sie von Profis in die Feinheiten der Improvisation eingeweiht werden.
In der Vorrunde der Theatersport WM werden die Schülerteams mit fachlichem Blick die internationalen Profis begutachten, um sich dann im Anschluss über besondere Theatertraditionen sowie Kniffs und Tricks der Improvisationskunst auszutauschen.
Zum Abschluss trainiert der Nachwuchs dann in Berlin beim Workshop Play together vom 06.07. – 08.07.06. Internationale Theatersportler aus Kolumbien, den USA und Marokko werden die Jugendlichen mit ihren nationalen Eigenarten vertraut machen. Beim Finale der Theatersport WM sind die Schüler nicht nur als Zuschauer dabei, sondern sie überreichen dem 1. Weltmeister im Theatersport auch den Pokal.
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Möglichst viel Liebe in möglichst kurzer ZeitMiteinander gegeneinander spielen: Die erste Weltmeisterschaft im Theatersport Anstoß #4, Februar 2006 Vorsichtig trägt Rachel, die junge Schauspielerin, ein Tablett mit zwanzig vollen Sektgläsern auf die Bühne. Mit zwei Punkten liegt ihr Schweizer Team im Qualifikationsspiel zur Theatersport WM gegen Österreich zurück. Der Spielleiter gibt die Anweisung: «Wir fordern Euch heraus, eine Szene zu spielen, in der diese zwanzig Gläser auf dem Bühnenboden stehen; wenn eines davon umfällt, müsst ihr die Szene beenden.» Theatersport, ein Spiel der unbegrenzten Möglichkeiten. Zwei Teams, ein Spielleiter, ein Schiedsrichter, ein Musiker – und das Publikum, das nicht nur Vorschläge macht, was auf der Bühne geschehen soll, sondern auch per Abstimmung über den Sieger des Abends entscheidet. Versuche, die Faszination von Theatersport zu erklären, gelangen nie ganz ans Ziel. Der Zauber erschließt sich erst beim Sehen, beim Mitverfolgen des Entstehungsprozesses, beim Mitfiebern mit den Akteuren, wenn sie etwa eine Minutenoper über das Leben von Pelé improvisieren. Er erschließt sich beim Mitleiden, wenn Geschichten in Sackgassen zu enden drohen und dann doch durch eine glänzende Idee gerettet werden. Theatersport heißt, das Theater in bester Tradition von Stegreif und Commedia dell’Arte auf eine archaische Form zu reduzieren, heißt, ein Schauspiel zu bieten, das vom Augenblick erschaffen wird und dadurch kraftvoll, ehrlich und einmalig im wahren Sinn des Wortes ist. Theatersport kann süchtig machen. Der Kitzel, nicht zu wissen, was geschehen wird, wenn das Licht angeht, und dann drauf zu warten, was kommt: Das ist mentales Bungee Jumping. «Im Moment sein», lautet deshalb ein Zauberwort der Theatersportler. Es gibt nicht wenige Schauspieler, die sich vom konventionellen Theaterbetrieb losgesagt haben, weil ihnen das bloße Deklamieren von Texten oder das Sich-Einfügen in Regieanweisungen nach dem Erlebnis der improvisierten Freiheit nicht mehr möglich war. Und jetzt also auch eine richtige Weltmeisterschaft im Theatersport: Sechzehn Teams aus aller Welt treten gegeneinander an, um miteinander improvisiertes Theater zu spielen. Sie werden sich auf der Bühne verstehen und verständigen können, trotz oder gerade wegen der Sprachbarrieren. Solche Schwierigkeiten erhöhen die Qualität und die Spiellust, das hat sich bei vielen internationalen Festivals erwiesen. Zwar gilt die Regel, dass bei allen Vorstellungen englisch gesprochen wird – aber wo die Sprache endet, beginnen andere Formen der Kommunikation. Die Spannung steigt dann erst recht. Entstanden ist der Theatersport, die inzwischen bekannteste Form des Improvisationstheaters, als der englische, nun in Kanada lebende Dramatiker Keith Johnstone nach Mitteln und Wegen suchte, seine Schauspieler freier zu machen und ihnen die Last des reinen Funktionierens zu nehmen. Nackt und ohne Text schickte er sie auf die Probebühne. Aus diesem pädagogischen Beginn erwuchs eine weltweite Bewegung, die nicht nur den etablierten Theatern Impulse verleiht, sondern auch dem Publikum neue Freiheiten gibt. Improvisationsschauspiel erobert zunehmend die Theater. Kenner rechnen mit einer weiteren sprunghaften Entwicklung, weil immer mehr Intendanten und Kulturdezernenten erkennen, wie kraft- und phantasievoll ein Theatersport-Abend sein kann und in welch hohem Maße er gerade ein junges Publikum ans Theater zu binden vermag. In elf deutschen Städten und Regionen wird das Turnier stattfinden, parallel übrigens zur zweiten Hälfte der Fifa WM 2006. Einer sechstägigen Vorrunde mit Hin- und Rückspielen folgen das Viertel- und Halbfinale. Das Endspiel wird am 7. Juli in Berlin angepfiffen. Acht europäischen Teams stehen die Nationalmannschaften aus Argentinien, Kolumbien, Marokko, Simbabwe, Japan Neuseeland, Kanada und den USA gegenüber. Genau wie beim Fußball wird auch im Theatersport über Favoriten spekuliert, wobei immer wieder Kanada und die Vereinigten Staaten genannt werden. Diese beiden Länder besitzen die beste Infrastruktur – in Kanada etwa existieren seit langem die improv-games, ein landesweiter Theatersport-Wettbewerb zwischen den Schulen, in den USA verfügen die Colleges und die freien Theatergruppen über ein nahezu unerschöpfliches Reservoir an Improvisations- Talenten. Als Geheimfavorit wird Österreich gehandelt. Beim Qualifikationsspiel gegen die Schweiz, das auf der neutralen Bühne eines Münchner Theaters stattfand, waren die Mimen aus Wien und den Provinzen jedenfalls nicht zu besiegen. So forderten sie die Zuschauer auf, ihnen «eine schnelle, hektische Tätigkeit» zu nennen – und erhielten den Zuruf: speed-dating, also die Aufforderung, in möglichst kurzer Zeit möglichst viele amouröse Begegnungen zu improvisieren. Die vollen Sektgläser überstanden dabei die akrobatischen Aktionen ohne jeden Schaden. Neben Gastgeber Deutschland werden aus Europa übrigens noch Belgien, Frankreich, Italien, Russland, Schweden und Slowenien am Start sein. Ganz sicher aber ist, dass bei dieser Weltmeisterschaft der olympische Gedanke vorherrschen wird. Alle wollen an einem Fest teilnehmen, das Lebendigkeit des Theaters feiert und dabei auch das Verhältnis zwischen Schauspielern und Publikum erneuert.
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