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Teatr 05 PDF Imprimer
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Teatr 05 (Russland)

Teatr 05 ist das erste professionelle russische Improvisationstheater. Gegründet 2004 von Eugen Gerein in Sankt Petersburg, haben sich die drei polyglotten Russen nicht nur durch Goethe-Institut und Russisches Staatsfernsehen gespielt, sondern auch in die Herzen der Zuschauer hierzulande.

Auch wenn Russisch ihre Muttersprache ist - die drei sprechen viele Sprachen dieser Welt und: "Rasch erreichen sie eine Ebene, auf der die Bedeutung der Sprache unwichtig wird" (kulturradio).

Stanislavskij, Meyerhold, Demidov - große russische Geister haben dieses Ensemble geprägt. Absurdes, häufig non-verbales Improvisationstheater russischer Natur mit ganz eigener Handschrift bringt Teatr 05 auf die Bühne. "Sie wagen sich an das Absurde, das Abgründige. Sie spielen kleine Alltagsdramen und suchen darin Existenzielles. ... Mit wenigen Requisiten schaffen sie auf der Bühne eine erstaunlich dichte Atmosphäre." (Märkische Allgemeine Zeitung)

Am 06.03.2004 trafen sich Sergey Sobolev und Eugen Gerein im Café „Parnas“ am Nevskij Prospekt in Sankt Petersburg – das war der Beginn einer großen Freundschaft und des TEATR 05.

Gerein fuhr zurück nach Deutschland, um im Herbst 2004 wiederzukehren. Am 03.09.2004 war es soweit: Casting. Auswahl. Ein Team bestehend aus drei professionellen Schauspielern des Theaters „Na Liteijnom“ und einem Musiker der Petersburger Jazz Philharmonie stand fest. Nach einem halben Jahr des Experimentierens bekam das Petersburger Publikum die Ergebnisse zu Gesicht. Dann folgte das Improvisationstheater-Festival „IMPRO 2005“ in Berlin, die Deutschlandtournee und das Wiener Festival der Improvisations-Langformen „MOMENT 2005.“ Im Jahre 2006 ging es rasant weiter: Auftritte in Sankt Petersburger Theatern, Europatournee, die Teilnahme an der Improtheater-WM, am Improfestival der TVA in Amsterdam und die Schweiztournee.

TEATR 05 ist das erste russische professionelle Improvisationsensemble, das seine Experimente mit der Improvisationsmethode des kanadischen Lehrers Keith Johnstone begann und zu einem eigenen Spielstil entwickelte.




Vom 23.09. bis 22.10.2007 plant das Sankt Petersburger TEATR 05 seine dritte Europatournee. Diese erstreckt sich über Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Spielstil

Die am häufigsten gestellte Frage an uns lautet: „Wie macht ihr das mit der Sprache?“ Nun, TEATR 05 ist in der Lage in englischer Sprache zu spielen. Viel spannender ist jedoch das Spiel über Sprachgrenzen hinweg, d.h. körperliches Spiel oder das Spiel in der Muttersprache mit punktuellen Übersetzungen ins Deutsche (wenn erforderlich).

Das gemeinsame Handwerk ermöglicht es Schauspielern aus aller Welt, über die Sprachgrenzen hinweg miteinander zu kommunizieren. Durch eine geschickte Art, an die Zuschauervorgaben heranzukommen bzw. durch das einholen klarer Umstände für die Szenen, eröffnen sich neue Möglichkeiten für alle Spieler in der jeweiligen Muttersprache zu spielen.

Der Spielstil wurde bereits erfolgreich bei den Festivals IMPRO 2005 in Berlin, MOMENT 2005 in Wien, beim Improfestival in Amsterdam und bei den Tourneen des TEATR 05 im April 2005 und im März/April 2006, bei der Theatersport WM 2006 und bei der Schweiztournee im März 2007 erprobt und ausgebaut.

Spielformate

1. Theatersport - Match mit der Gastgebermannschaft

2. Session - gemeinsame Vorstellung mit der Gastgebermannschaft (Langform oder Improshow)

3. „Memories“ Ein Langformformat, des TEATR O5

Workshops

mit Eugen Gerein und/oder Sergey Sobolev

Im Impro-Labor des Sankt-Petersburger „TEATR 05“ wurden die Erkenntnisse der großen russischen Theatermacher K. S. Stanislavskij und N. V. Demidov mit dem im Westen erarbeiteten Improtechniken vereint.

Im Zentrum steht die Frage nach den Momenten der Ruhe bzw. Spannung innerhalb der längeren Geschichten. Was muss vorhanden sein, damit die ruhigen Szenen nicht an Wirksamkeit verlieren? (mehr dazu auf Anfrage bei Eugen Gerein: Cette adresse email est protégée contre les robots des spammeurs, vous devez activer Javascript pour la voir. )

Zielgruppe: Anfänger oder Fortgeschrittene


Teatr 05 Pressestimmen

"Seine (Gereins) Begeisterung für die Sache ist ansteckend. Wenn er redet, strahlen seine Augen, seine Hände portionieren die Sätze auf der Tischplatte, schieben sie nach links und rechts, packen sie und ziehen sie entschlossen an die eigene Brust. Ein Mann der Körpersprache mit einem großen Sendungsbewusstsein und mit einer Portion Skepsis." (Darmstädter Echo, Interview mit Eugen Gerein)

Die sicherlich ungewöhnlichste Produktion bringt das russische Teatr 05“ (TAZ Berlin)

"das hat poetischen Pfiff. Die Natur ist beseelt. Da werden Schauspieler zu lebenden Jugendstilornamenten." (Darmstädter Echo)

"Rasch erreichen sie eine Ebene, auf der die Bedeutung der Sprache unwichtig wird" (RBB Kulturradio Berlin, Interview mit Eugen Gerein)

"Sie wagen sich an das Absurde, das Abgründige. Sie spielen kleine Alltagsdramen und suchen darin existenzielles. ... Mit wenigen Requisiten schaffen sie auf der Bühne eine erstaunlich dichte Atmosphäre." (Märkische Allgemeine Zeitung)

„Auch wenn man kein Russisch beherrscht, kann man als Zuschauer dieser Szene verstehen“ (Darmstädter Echo, Interview mit Eugen Gerein)

 

 

 

 

Memories

Dieses Format wurde erst kürzlich auf dem 12. Theatersport Festival in Amsterdam vorgestellt. Die Grundidee ist ein Gedanke von Harold Pinter, wenn ein Mensch alleine nach 00:00 Uhr in seinem Zimmer sei, sei er mit sich selbst konfrontiert und ohne Maske. Die Zuschauer beschreiben den Protagonisten, der in seinem Zimmer alleine ist, beschreiben das Zimmer und steuern reale Gegenstände zur Ausschmückung des Zimmers bei. Nach einem kraftvollen Einstiegspart, der auf einer Technik des Petersburger Avantgarderegisseurs A. Jankovskij basiert, sehen die Zuschauer den Protagonisten alleine in seinem Zimmer. Der Protagonist beginnt sich an Ereignisse aus seinem Leben zu erinnern, oft bieten Gegenstände die Impulse zu den Improvisationen. Im Laufe der Nacht verändert sich der Protagonist und kommt zu einer Erkenntnis, bzw. verschließt sich vor ihr. Es wurde dafür eine spezielle Technik für die Übergänge von der Realen Welt in die Welt der Phantasie entwickelt, denn mit der Sauberkeit der Übergänge steht und fällt das ganze Format. Das Spiel findet auf zwei Bühnen statt, die unterschiedlich ausgeleuchtet sind. Neben den Erinnerungen gibt es noch das Element der Phantasie, das viel Raum für Bewegung, Musik und abstrakte Handlung bietet.

 

Demidov – die Kunst, auf der Bühne zu leben

In Russland habe ich eine faszinierende Entdeckung gemacht: Nikolai Demidov. Er arbeitete mit Stanislawskij am „Moskauer Künstlertheater“, blieb jedoch zeitlebens unverstanden. Sein Buch heißt „Die Kunst, auf der Bühne zu leben“ – nicht zu spielen. Es geht aber nicht um das Privatsein (das wird oft falsch verstanden), sondern um das unmerkliche Überschreiten der Schwelle vom Ich-Schauspieler zur Ich-Figur, also um das Überschreiten der Schwelle in die Umstände (obstojatel’stva).


Momente der Wahrheit

Demidov spricht von Momenten der Wahrheit, die innerhalb einer guten Aufführung nur wenige Male vorkommen - der Rest ist Handwerk. In den Demidov-Übungen geht es darum, gerade dieses Handwerk wegzulassen und sich anstatt dessen auf Momente der Wahrheit zu konzentrieren. Die Teilnehmer lernen zu unterscheiden, wann sie bzw. die Spielpartner spielen und wann sie auf der Bühne „leben.“

Nach Demidovs Auffassung ist eine Aufführung, die nur aus Momenten der Wahrheit besteht, nicht möglich und den Zuschauern nicht zumutbar; zu erreichen sind vielleicht nur 10%. 100% ist jedoch das Ziel im Training.


Demidov’sche Etüdentechnik


Zwei Schauspieler betreten die Bühne und bekommen einen aus vier Sätzen bestehenden Dialog wie z.B.:

- Ich halte es mit dir nicht mehr länger aus.

- Du hast immer die Freiheit zu gehen.

- Von welcher Freiheit sprichst du?

- Du weißt es schon.

Sie müssen sich die Sätze merken, dann sich anschauen und beginnen. Die Etüde ist mit dem letzten Satz zu Ende. Dann kommt der Lehrer ins Spiel, er benennt die einzelnen Stellen und zeigt den Schauspielern die Momente der Wahrheit bzw. ihre Abwesenheit. Meistens ist der Fehler, den die Schauspieler machen, dass sie sich schon beim Texteinprägen ein Bild von der Figur bzw. Situation machen. Man soll einfach nur den Spielpartner anschauen und den ersten Satz sagen, der Rest ergibt sich von alleine. Die Schauspieler müssen im Nachhinein beschreiben, was sie empfunden haben. Dann kommen solche Äußerungen wie:


Ja ich... – komisch, was war ich? – ich fühlte mich wie ein Matrose, der unterwegs war und jetzt an Land gekommen ist, ja und meine Mutter ist irgendwie krank...“


Und dann merken sie, was für eine Tiefe die Figur bereits hatte, obwohl sie gerade erst entstanden war und nicht wie in der Stanislavskij-Methode monatelang „gezüchtet“ wurde. Demidovs Meinung war: „Geschichten und Figuren sind bei allen Menschen bereits von Geburt an vorhanden. Man muss sich von den Blockaden befreien, dann kann man frei improvisieren.“

Vollenden konnte Demidov seine Arbeit wegen politischer Umstände in der Sowjetunion nicht. TEATR 05 und einige andere russische Ensembles setzen sie jetzt fort.


Lesetipp:

Demidov, N. V. (2004): Die Kunst des Schauspielers, St. Petersburg.

(Leider nur in russischer Sprache)

Demidov, N. V. (2004): Die Kunst, auf der Bühne zu leben, St. Petersburg.

(Leider nur in russischer Sprache)

Lösel, G. (Hrsg.), Trescher, R., Witte, B., Gerein, E., Kabas, L. (2006): Blinde Angebote, Buschfunk Verlag,

Planegg.

 


 


Pressefotos

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Ausgewählte Pressebeiträge

kulturradio Berlin (PDF, 62 kB)

Russki Berlin (PDF, 111 kB)

die tageszeitung (PDF, 46 kB)

Darmstädter Echo 1 (PDF, 391 kB)

Darmstädter Echo 2 (PDF, 83 kB)


Ausgewählte Filmbeiträge

Video-Trailer (MOV, 1237 kB) - kann mit Quicktime angesehen werden!

 

 

 

Teatr 05 Manifest

01. IMPROVISATION

Die Improvisationskunst ist eine Mischung aus Performance-Art und Illusionstheater, da die Grenzen zwischen dem Spielen und dem Sein verschwimmen. Die Darsteller sind weder durch einen Autor, noch durch einen Regisseur geschützt, sodass ein Schauspieler aus sich heraus produzieren muss. Beim Improvisieren ist ein geistig armer Schauspieler sofort zu durchschauen. Deswegen verstecken sich viele, um sich der Blöße zu entziehen, hinter den erprobten Mustern, sie irren, wenn sie zu improvisieren glauben. Dabei ist gerade der Risikofaktor ein distinktives Merkmal der Improvisationskunst.

TEATR 05 ist ein internationales Theaterlabor, in dem neben der Arbeit an der Schauspielerpersönlichkeit, Improvisationstechniken erforscht, gepflegt und ausgebaut werden. Neue Erkenntnisse und Entdeckungen, die in diesem Labor gemacht werden, gehören allen Menschen, weil alles schon immer da war. TEATR 05 hat keinerlei Besitzansprüche.

02. SPIEL OHNE SPRACHGRENZEN

Das gemeinsame Handwerk ermöglicht es Schauspielern aus aller Welt, über die Sprachgrenzen hinweg miteinander zu spielen. Obwohl TEATR 05 stark körperlich arbeitet, ist es kein Tanztheater. Die Darsteller sprechen stets in ihren Muttersprachen. Auch wenn sie andere Sprachen beherrschen, werden diese nur selten und im Idealfall als Stilmittel eingesetzt. TEATR 05 arbeitet u.a. mit Übersetzungen, dazu werden spezielle Übersetzungstechniken entwickelt, mit deren Hilfe der übersetzende Schauspieler als ebenbürtiger Mitspieler agiert.

03. ARBEITSMETHODE

TEATR 05 arbeitet induktiv, d.h. die Ziele definieren sich im Prozess. Alles da gewesene kann genützt werden. Der Dialog mit den früheren Theatermachern und die Kenntnis der Theatergeschichte sind notwendig, weil es nur eine Geschichte gibt, die immer und immer wieder neu erzählt werden muss.

Um eine schöpferische Verarmung zu vermeiden, wird die Arbeit bei jedem Projekt aus dem Null-Level heraus begonnen. Schauspieler, die glauben, die Antworten auf ihre Fragen gefunden zu haben, sind tote Schauspieler - sie gehören nicht auf die Experimentierbühne, sondern ins Museumstheater.

04. SOZIALES ENGAGEMENT

Die Techniken, die im Theaterlabor herausgearbeitet werden, dienen nicht nur der Kunst, sondern sind ein Geschenk für alle Menschen. In den Workshops und Seminaren arbeiten die Schauspieler mit Jugendlichen und Erwachsenen. Stärkung der Persönlichkeit und zwischenmenschliche Kommunikation stehen dabei im Vordergrund. Das soziale Engagement beschränkt sich auf diese Arbeit und fließt nicht in die Bühnenvorstellungen des TEATR 05 ein. Diese Projekte müssen von der Kunst getrennt werden, da Kunst weder von sozialen, noch von kommerziellen Interessen bestimmt werden darf.

05. KUNST UND KOMMERZ

Kunst muss wenig kosten und somit allen Menschen zugänglich sein. Kommerz muss gut bezahlt werden. Es ist die Aufgabe der kommerziellen Welt, die Kunst finanziell zu unterstützen. Es ist die Aufgabe der Kunst, die kommerzielle Welt geistig zu unterstützen. Mäzene sind erforderlich.


Bisherige Projekte

IMPRO 2005

„Die sicherlich ungewöhnlichste Produktion bringt das russische Teatr 05“ (TAZ Berlin)

Unter dem Motto „Impro ist schön“ veranstalteten die Berliner Improvisationsklassiker Die Gorillas vom 11. bis 20. März 2005 die IMPRO 2005 – das 5. Internationale Festival für Improvisationstheater.

In den fünf Jahren seines Bestehens ist das Festival zu einem der weltweit bedeutendsten und größten Treffen dieses jungen und sich ständig weiterentwickelnden Theatergenres geworden – und zugleich interkulturelles Labor eines ganz eigenen Spektrums an Improvisationsformen.

Auch in diesem 5. Jahr der IMPRO hatten die Gorillas Spieler aus Kanada, Slowenien, Japan, Österreich, Russland, Frankreich, England, USA, den Niederlanden, Belgien, Deutschland eingeladen, die das Publikum verzückten.

Mit drei Themen-Specials bekam die IMPRO in diesem Jahr erstmalig auch eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Rolle des Improvisationstheaters. In Vorträgen, Vorstellungen und Workshops präsentierten der Kanadier Alistair Cook die „Canadian Improv Games“ – Impro-Matches, an denen in Kanada jährlich über 20.000 Schüler teilnehmen. Das Petersburger TEATR 05 stellte seine Arbeit als erstes professionelles russisches Improtheater in einer Aufführung und einem Vortrag vor. "unexpected productions" aus Seattle und Theatersport Berlin brachten mit „Impro-Shakespeare“ den alten Meister in versiert improvisierten Szenen auf die Bühne.

Weitere Infos unter zur IMPRO 2005 unter: www.impro2005.de

TOUR 2005


Ausgewählte Teilnehmer der IMPRO 2005 gaben im Umfeld des Festivals Gastspiele in verschiedenen deutschen Städten – die IMPRO-TOUREN fanden im Rahmen des Festivals statt.

 

Stationen der TEATR 05-TOUR

DO 10.03.05 - 20:00 Uhr - Potsdam
T-Werk, Tel.: 0331-9791291

MI, 16.3. - 20:30h BERLIN-PREMIERE
Mehringhoftheater, Tel.: 691 50 99

MI, 16.3. - 17 Uhr - Publikumsgespräch mit Eugen Gerein in russischer und deutscher Sprache - Ratibor-Theater, Telefon 030-43720090

MO 21.03.05 - 20:00 Uhr - Berlin
Deutsch-Russisches Kammertheater, Tel : 030/4413901

MI 23. & DO, 24.03.05 - 20:30 Uhr - Darmstadt
Theater Moller Haus, Tel: 06151/26540

DO 31.03.05 - 20:00 Uhr - Marburg
Theater GegenStand in der Waggonhalle, Tel: 06421/62554

FR 01.04.05 - 20:00 Uhr - Mannheim
Kulturzentrum Alte Feuerwache, Tel.: 0621/2939281

Weitere Infos unter zur IMPRO 2005 unter: www.impro2005.de

MOMENT 2005

Vom 1.- 7. Mai fand in Wien das 3. Internationale Festival der Improvisationslangformen statt.

 

TEATR 05 präsentierte das Improvisationslangformat SEIJCHAS

Ein Zuschauer erzählte eine Geschichte von einem Mädchen, das er nur ein einziges mal im Leben in einem Linienbus in Irland traf; sie unterhielten sich die ganze fahrt lang und als er ausstieg und Bus anfuhr, bemerkte der junge Mann, dass das Mädchen Tränen in den Augen hatte.

Diese Geschichte war der Ausgangspunkt für eine 70-milütige Improvisation über Liebe, Trennung und die Enge der privaten kleinen Welten.

Weitere Infos zu MOMENT 2005 unter: http://www.urtheater.at/ur_impro/festivals.htm

THEATER UND MENSCHENRECHTE

Theatertraining innerhalb des Seminars für Menschenrechte in Sankt Petersburg

 

Das fünftägige Seminar wurde vom Deutsch-Russischen Austausch Sankt Petersburg veranstaltet und vom Europarat finanziert, zu den Teilnehmern gehörten Lehrer bzw. Vertreter zahlreicher Menschenrechtsorganisationen der Nordwestregion Russlands. Das Improvisationstheater-Training stand mit ca. drei Stunden täglich auf dem Seminarprogramm.

Nach dem „train the trainer“-Prinzip wurden den TeilnehmerInnen Improvisationstechniken bzw. Trainingsmethoden vermittelt, die sie selbständig an Schulen (in Theater-AG's) bzw. in ihrer Arbeit mit schwererziehbaren Jugendlichen, Straßenkindern oder Drogenkranken anwenden können.


Die Trainingsmethode ist erstmals von der amerikanischen Regisseurin und Lehrerin Viola Spolin (1906-1994) erarbeitet worden und wird seitdem von amerikanischen, kanadischen und europäischen Improlehrern kontinuierlich weiterentwickelt. Spolin ging es nicht primär um die Entwicklung einer neuen theatralen Gattung, sondern um Freiheits-, Kreativitäts- und Persönlichkeitsausbildung bei Jugendlichen, d.h. Improvisation als Lebensschule bzw. als Selbsterfahrung. Ihr Motto lautete: „Jeder kann spielen, jeder kann improvisieren“.
Der spielerische Umgang baut Kommunikationsblockaden ab und bietet den Jugendlichen die Chance, sich im Spiel neu zu begegnen. Gemeinsam improvisieren bedeutet, Zusammenarbeit und Respekt vor dem Spielpartner haben, aber auch die Freiheit, die eigenen Probleme zu thematisieren. Durch das Spiel verfremdet, können die Probleme leichter und ungezwungener zum Ausdruck gebracht werden.

SOMMERCAMP 2005


Inszenierungen zum Thema „Zwangsarbeit“ mit Jugendlichen aus Deutschland und Russland

 

SOMMERCAMP 2005 fand vom 17. bis 31. Juli in Porechje, einem kleinen Dorf in der Nähe der westrussischen Stadt Velikie Luki statt. Der Deutsch-Russische Austausch Sankt Petersburg lud als Veranstalter 42 Jugendliche aus Berlin, Moskau, Irkutsk, Chita, Minsk und Sankt Petersburg zur Teilnahme ein. Im Zentrum standen kreative Betätigungen in den Bereichen Gesang, Musik und Theater sowie die Auseinandersetzung mit den Themen "Zweiter Weltkrieg" und "Zwangsarbeit."

In Kooperation mit dem Berliner Ensemble "Ostarbeiter" bot TEATR 05 Theaterworkshops für die Jugendlichen an. Am Ende des Sommercamps führten die jungen Darsteller ein Theaterstück für die einheimische Bevölkerung auf. Das Projekt war ein wichtiger Beitrag für den kulturellen bzw. sozialen Austausch zwischen Vertretern dreier Länder (Weißrußland, Russland und Deutschland) sowie zwischen den Generationen.

FREUNDSCHAFTSTOUR 2006

des russischen Nationalteams zur Theatersport WM

Vom 16.03.-05.04.2006 tourte das russische Nationalteam durch Deutschland und die Schweiz.

 

THEATERSPORT WM 2006

Vom 26.06. - 7.07.2006 fand in Deutschland parallel zu der Fußball-WM der FIFA die erste Weltmeisterschaft im Theatersport statt. Impro-Teams aus 16 Ländern nahmen am Wettbewerb teil.


 


Was ist Theatersport?

Theatersport bedeutet: zwei Theatermannschaften improvisieren gegeneinander, sie spielen abwechselnd Szenen, die durch Vorgaben aus dem Publikum bestimmt werden. Ein Moderator führt durch den Abend, die Zuschauer stimmen nach jeder Runde ab, wieviele Punkte welches Team verdient hat und ein Schiedsrichter kann zusätzliche Punkte vergeben, bzw. Punkte abziehen. Am ende der Vorstellung gibt es ein Gewinnerteam.


 

Weitere Infos zur Theaetrsport WM 2006 unter: www.theatersport-wm.de

12. INTERNATIONALES IMPROVISATIONSTHEATER FESTIVAL Amsterdam


 

TEATR 05 präsentierte das Langformat „Memories“

 

Die Grundidee ist ein Gedanke von Harold Pinter, wenn ein Mensch alleine nach 00:00 Uhr in seinem Zimmer sei, sei er mit sich selbst konfrontiert und ohne Maske. Die Zuschauer beschreiben den Protagonisten, der in seinem Zimmer alleine ist, beschreiben das Zimmer und steuern reale Gegenstände zur Ausschmückung des Zimmers bei. Nach einem energischen Einstiegspart, der auf einer Technik des Petersburger Avantgarderegisseurs A. Jankovskij basiert, sehen die Zuschauer den Protagonisten alleine in seinem Zimmer. Der Protagonist beginnt sich an Ereignisse aus seinem Leben zu erinnern, oft bieten Gegenstände die Impulse zu den Improvisationen. Im laufe der Nacht verändert sich der Protagonist und kommt zu einer Erkenntnis, bzw. verschließt sich vor ihr. Das Spiel findet auf zwei Bühnen statt, die unterschiedlich ausgeleuchtet sind. Neben den Erinnerungen gibt es noch das Element der Phantasie, das viel Raum für Bewegung, Musik und abstrakte Handlung bietet.

SCHWEIZTOURNEE 2007


 


Vom 04.03. bis 10.03. 2007 machte TEATR 05 eine Tournee und spielte in den Städten: Zürich. Winterthur, Basel und Luzern


Partner



 

Teatr na Liteynom

Liteynyi pr., 51, 191104

Sankt Petersburg

Künstlerischer Leiter: A. Getman



 

Deutsch-Russischer Austausch

Ligovsky pr. 87, office 300,

191040 St. Petersburg

Direktor: Hanno Gundert

http://www.austausch.org





impro deutschland e.V.
Stubbenkammerstr. 4
10437 Berlin

Geschäftsführung: Guido Rörick

www.impro-deutschland.de
www.theatersport-wm.de





 

Die Gorillas Berlin Christoph Jungmann

http://www.die-gorillas.de/




 

Generalkonsulat der Bundesrepublik Deutschland in Sankt Petersburg

Furshtatskaya ul. 39

191123 St. Petersburg

Kulturattachee: Florian Seitz

www.deutschesgeneralkonsulat

-stpetersburg.ru/de/




 

Interierny Teatre

Nevskiy 104

191025 St. Petersburg

Direktor: Nikolai Belyak

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Pressespiegel



Einige Zitate

(Originalartikel als PDF auf Anfrage erhältlich, da zu viele MB)


"Seine (Gereins) Begeisterung für die Sache ist ansteckend. Wenn er redet, strahlen seine Augen, seine Hände portionieren die Sätze auf der Tischplatte, schieben sie nach links und rechts, packen sie und ziehen sie entschlossen an die eigene Brust. Ein Mann der Körpersprache mit einem großen Sendungsbewusstsein und mit einer Portion Skepsis." (Darmstädter Echo, Interview mit Eugen Gerein)


Die sicherlich ungewöhnlichste Produktion bringt das russische Teatr 05“ (TAZ Berlin)


"das hat poetischen Pfiff. Die Natur ist beseelt. Da werden Schauspieler zu lebenden Jugendstilornamenten." (Darmstädter Echo)


"Rasch erreichen sie eine Ebene, auf der die Bedeutung der Sprache unwichtig wird" (RBB Kulturradio Berlin, Interview mit Eugen Gerein)


"Sie wagen sich an das Absurde, das Abgründige. Sie spielen kleine Alltagsdramen und suchen darin existenzielles. ... Mit wenigen Requisiten schaffen sie auf der Bühne eine erstaunlich dichte Atmosphäre." (Märkische Allgemeine Zeitung)


„Auch wenn man kein Russisch beherrscht, kann man als Zuschauer dieser Szene verstehen“ (Darmstädter Echo, Interview mit Eugen Gerein)



Fernseh- und Radiointerviews mit Eugen Gerein sowie Videoaufzeichnungen der Aufführungen auf Anfrage auf DVD














 

 

 
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